Donnerstag, 19. Juni 2008

OFFENER BRIEF AN DEN VERLEGER KAI HOMILIUS

Sehr geehrter Herr Homilius,

nichts wird ausgelassen. Nun mischen auch Sie noch im Casus „Said Dudin versus Jürgen Cain Külbel“ mit: Sie veröffentlichten am 14. Juni 2008 eine Presseerklärung, die in Teilen seit dem 1. Oktober 2007 (Seite 1, 2) zirkuliert.

Da ich Ihnen und Ihrem Verlag, ich erinnere an Ihren "Kontakt" zur Nationalpostille Junge Freiheit, keinerlei Beachtung schenken möchte, mache ich es kurz. Nur dem Zweck dienend, Autoren ein Muster zu geben, in welche Kriegsschauplätze sie hineingezogen werden könnten. Drei Punkte ziehe ich aus Ihrem Pamphlet heraus:

Erstens: Ich bin in die JVA Plötzensee gegangen, weil ich die Ordnungshaft unbedingt dem Ordnungsgeld vorgezogen habe. Die Begleichung des Ordnungsgeldes wäre meine Kapitulation vor meinem eigenen Artikel über Said Dudin gewesen. Hier mein Faxverkehr mit dem Landgericht Berlin:

Gesendet: Samstag, 26. Januar 2008
Betreff: Fax sent - 03090188518, 03090188518 <5128>
… Selbstverständlich wähle ich ersatzweise Ordnungshaft. Bitte klären Sie mich über die Modalitäten auf, da ich das politisch motivierte Wegsperren, das sich hinter der Schmiere verbirgt ... Ich möchte gern Einzelhaft …

Gesendet: Mi 21 Mai 2008 14:14:10 CEST
Betreff: Bestätigung: Ihr Fax vom 21.5.2008 wurde erfolgreich übertragen. Empfänger-Name Landgericht Berlin, Faxnummer 03090188518
… Bitte lesen Sie noch einmal das Fax vom 25. Januar 2008 und nehmen Sie meine wiederholte Entscheidung zur Kenntnis, dass ich die zehntägige Ordnungshaft antreten will

Zweitens: Das Buchprojekt „Geheimakte Detlev Mehlis“. Am 13. September 2006 sandte Ihnen die Anwaltskanzlei „Schertz & Bergmann“, die Mehlis vertritt, erstmals ein Fax mit einer Unterlassungsaufforderung. Ihr Anwalt, Dieter Elken, rief mich an. Ich sagte ihm, dass ich mit dem Projekt nichts mehr zu tun habe, da der Vertrag im beiderseitigen Einverständnis zwischen Ihnen und mir gelöst worden war. Trotzdem entblöden Sie sich nicht noch 2007 und 2008 zu schreiben: „Die Reaktion des Autors (im September 2006) war nicht nur verblüffend sondern auch branchenunüblich - er verweigerte jede Zusammenarbeit mit dem Hinweis, seine Erkenntnisse wären geheim – und zwei Monate später sollte das Buch erscheinen“.

O Mann, Homilius, wollen Sie mir einen Jagdschein verpassen oder verwechseln Sie da etwas: Bin ich jetzt etwa der Nachrichtenverkäufer, der simultan an gute und böse Dienste verkauft!? Ihnen muss unser Emailverkehr vom 11. und 15. August 2006 völlig entglitten sein:

Gesendet: Fr, 11. Aug 2006
Von: "Jürgen Cain Külbel"
Hallo Kai … Ich sehe mich ab sofort nicht mehr in der Lage, unsere Zusammenarbeit fortzusetzen und erst gar nicht, politische Bücher zu schreiben …

Hallo Jürgen … eigentlich sollte man ja nach so einer Nachricht erst einmal eine Nacht lang schlafen, trotzdem antworte ich jetzt sofort… Deine Entscheidung habe ich gleichwohl zur Kenntnis genommen und wünsche dir für die Zukunft alles erdenklich Gute, die angekündigten Titel werde ich umgehend aus dem VLB löschen lassen, auch hoffe ich, dass wir noch den Druck vom Herbst-Katalog stoppen können, um auch dort die Vorankündigungen herausnehmen zu können.
In aller Freundschaft
Kai Homilius

Sent: Tuesday, August 15, 2006 3:21 PM
Hallo Kai … die beiden Bücher "Ölspuren" und "Geheimakte Detlev Mehlis" werden noch immer (auch bei Amazon.de) angekündigt. Ich bitte darum, das entfernen zu lassen … Zudem konntest Du Dein Versprechen vor und bei Vertragsabschluss zu den obigen Titeln nicht einhalten, nämlich, ich könne nach dem "Erfolg" mit der arabischen Übersetzung in Ruhe und Sicherheit arbeiten, was auch die Finanzen anbelangt. Auch hattest Du … angedeutet, es gäbe wohl "Probleme" mit der Zahlung seitens des arabischen Verlegers Ayman, da der sich nicht meldet, und ich sollte mich darauf gefasst machen, dass es hier einen Ausfall, d.h. kein Geld, geben könnte.

Drittens: Nein, der Ayman hat gezahlt, und meine Kündigung im August 2006 hat mir auch nichts genützt. Dass der Autor eines Bestsellers nicht unbedingt ein zahlungskräftiger Verlierer in einem Prozess sein muss, können Sie ja Ihrer Honorar-Abrechnung 2006 entnehmen.
Selbst in diesem Abrechnungslappen sind Sie sich nicht zu Schade, die Tatsachen zu verdrehen.

Das sollte zu dem Denunziationsstück genügen, Homilius! Bedrängen Sie Ihren „Autor“ Said Dudin, Bereitschaft zu erklären, die Prozessakte offen zu legen. Momentan macht er offenbar den Helmut Kohl.

Jürgen Cain Külbel