»Krieg der Worte«
Terroristengeständnisse im syrischen Staatsfernsehen belasten prowestliche Politker Libanons und die Beziehungen zwischen beiden Ländern
junge Welt, 15. November 2008
Von Jürgen Cain Külbel
Die Mitte Oktober erfolgte Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Libanon und Syrien hat schon wieder einen Dämpfer erlitten: Syriens Staatsfernsehen strahlte am 6. November eine Sendung mit Geständnissen der Terroristen, die am 27. September 2008 in Damaskus mit einer Autobombe 17 Menschen getötet haben, aus. Darin beschuldigten elf inhaftierte Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Fatah Al-Islam (FEI) Beiruts prowestliche Politiker schwer. Seitdem herrscht zwischen beiden Ländern ein »Krieg der Worte«... [mehr]